Australien, Reiseziele
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Byron Bay – wo das Glück zuhause ist.

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Es ist jetzt schon ein paar Tage länger her, dass ich in Byron Bay war, aber ich komme erst jetzt dazu, den angefangenen Artikel zu beenden. Byron Bay ist ein wirklich sehr schöner Ort und so fühlte sich das vor einigen Wochen an:

Knappe drei Monate bin ich nun in Australien und die Uhr tickt immer lauter. Am Sonntag muss ich das Land, das ich so liebe, schweren Herzens hinter mir lassen und in neue Abenteuer aufbrechen. In Byron Bay schlägt mein Herz noch einmal ganz laut für das große Land down under.

Byron Bay – im Oktober 2005 war ich zum ersten Mal hier. Mit Anna und Julia, die damals frisch ihr Abi in der Tasche hatten und zum Backpacken nach Australien kamen, wo sie dann ein paar Tage in meiner WG landeten.

Anna und Julia, 2005

Anna und Julia in Byron Bay, 2005

Die beiden kauften sich einen kleinen Bus und weil sie sich dann zunächst doch nicht recht zutrauten, alleine loszufahren, fragten sie mich, ob ich eine Woche mit nach Byron Bay komme. Ich ließ die Vorlesungen Vorlesungen sein und fuhr mit. Sonne, Strand, wild campen, Spaghetti vom Campingkocher, Surfversuche, Freiheit. Unbeschwerte Tage waren das.

Backpacker Nahrung. Mit Anna, 2005

Backpacker Nahrung. Mit Anna, in Byron Bay, 2005

Heute – gute zehn Jahre später – sitze ich wieder hier am Strand in diesem Ort der mich verzaubert hat. Er tut es heute noch.

BB Hauptstrand

Byron Bay hat eine ganz eigene Atmosphäre – lässig, jede Menge süßer Cafés und Restaurants und Natur, zum Niederknien schön. Es lohnt sich, hier ein bisschen zu bleiben und den süßen kleinen Ort und die Umgebung zu erkunden.

östlichstes Australien

Die Strände

Byron Bay hat mehrere Strände. Direkt an der Esplanade befindet sich der Main Beach. Hier kann man beim Sonnenuntergang perfekt chillen. Irgendjemand spielt hier immer Gitarre und auf der kleinen Wiese am Strand sitzt man dann ganz entspannt, lässt den Tag ausklingen und genießt.

Gitarre BB

Am Main Beach kann man auch super die ersten Surf Versuche unternehmen. Die Wellen kommen meistens gleichmäßig und ruhig herein; das Wasser ist nicht gleich tief und es gibt auch keine großen Unterströmungen, die an vielen Stränden eine große Hürde darstellen.

Der Belongil Beach schließt nördlich an den Main Beach an. Hier kann man wunderbar spazieren, sonnen, schwimmen…

Zum Sonnenuntergang perfekt: Takeaway Fish & Chips für 10 Dollar vom Fishheads Byron Bay holen, sich auf einen der Steine setzen und das Abendessen mit Aussicht genießen. Für kleines Geld.

Fish and Chips Byron

Der Tallow Beach, den man in seinen ganzen Ausmaßen am besten erst einmal von oben vom Cape Byron betrachtet, ist eine weitere Schönheit. Rauh, natürlich, wenige Menschen. Schwimmen muss man hier nicht unbedingt, der Strand hat es in sich, geübte Surfer kommen hier auf ihre Kosten, an manchen Tagen sind die Wellen sogar ihnen zu heftig.

Tallow Beach

Tallow Beach

Am Tallow Beach kann man stundenlang spazieren, Pelikane, Delfine und Wale sehen, paragliden und und und…. Ich habe hier einmal einen Surfer und Delfine in der gleichen Welle gesehen. Dass Ihr in Byron Bay Delfine seht, ist eigentlich fast sicher. Sie sind da ständig unterwegs.

Pelikane, Tallow B

Dann wäre da noch der Wategos Beach. Hier könnt Ihr auch super entspannen und surfen, Kajak fahren, und und und. Ich bin hier zum ersten Mal seit zehn Jahren – damals wäre ich fast ertrunken – wieder aufs Surfboard gestiegen. Es waren aber auch Babywellen, da ging das richtig gut. Ich hatte ganz vergessen, wie großartig und frei man sich fühlt, wenn man eine Welle steht und übers Wasser gleitet.

Kurz bevor ich mich in die Riiiiiesenwellen werfe

Kurz bevor ich mich in die Riiiiiesenwellen werfe

Früh am Morgen, wenn es noch nicht knallheiß ist, ist es traumhaft schön, zum Cape Byron Lighthouse zu spazieren. Der Weg ist das Ziel, weil eine schöne Aussicht die nächste jagt.

Cape Byron Bay Lighthouse

Cape Byron Bay Lighthouse

Ihr könnt auch mit dem Auto zum Leuchtturm hoch, zahlt dann aber Parkgebühren. Nicht entgehen lassen solltet Ihr Euch den Weg hinter dem Leuchtturm den Hügel hinunter. Da der Rückweg echt anstrengend ist, auch hier die Empfehlung, am frühen Morgen oder späten Nachmittag hinzugehen.

Oben am Leuchtturm habe ich einige wunderbare Momente geschenkt bekommen: 2005 habe ich hier zum ersten Mal Buckelwale gesehen – eine ganze Familie. Zunächst war ich entsetzt, weil mein Akku gerade den Geist aufgegeben hatte, aber das war wahrscheinlich das Beste, was mir in dieser Situation passieren konnte, so habe ich den Augenblick voll auskosten können, statt ihn ausschließlich durch den Sucher zu erleben.

Dieses Mal – ich kann es nicht fassen – wieder riesiges Glück. Nein, kein Wal; die Saison an der Ostküste ist vorbei, aber etwa dreißig Delfine tummeln im Wasser herum. Sie surfen die Wellen in Richtung Strand, um kurz vorher mit einem Sprung wieder kehrtzumachen. Das ist unglaublich schön anzusehen, ein kleiner Moment völligen Glücks, in dem alles andere egal ist.

Delfine Byron Bay

Momente, wie Australien sie hundertfach verschenkt. Danke! Ein paar Schildkröten kann man von hier oben auch oft sehen, wenn sie kurz auftauchen, um Luft zu holen oder ein bisschen an der Oberfläche verweilen, ehe sie wieder in die Tiefe des Ozeans abtauchen.

Am östlichsten Punkt des australischen Festlands

Am östlichsten Punkt des australischen Festlands

Nach Eurem Spaziergang könnt Ihr behaupten, am östlichsten Punkt des australischen Festlandes gewesen zu sein und habt Euch ein leckeres Frühstück verdient.

Ich fand das Folk sehr schön und das Frühstück war richtig gut. Da müsstet Ihr allerdings mit dem Rad oder dem Auto hin, weil es nicht im Zentrum von Byron Bay liegt.

Nourishing Bowl, Folk, Byron Bay

Nourishing Bowl, Folk, Byron Bay

Byron Bay hat wirklich alles, was man für ein paar Tage Erholung braucht: Traumstrände, jede Menge süßer Shops, Restaurants und Cafés, Surfbedingungen für Anfänger und die, die es können, Natur bis zum Umfallen. Wenn es Euch einmal an die Ostküste Australiens verschlägt, müsst Ihr hier hin! Ich freue mich schon jetzt auf mein nächstes Mal Byron Bay, wann auch immer das sein mag.

 

 

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