Julias Welt, USA
Schreibe einen Kommentar

Fünf Länder in vier Monaten: First Stop USA

Mal eine Auszeit nehmen, fremde Länder bereisen und andere Kulturen kennenlernen. Wer wünscht sich das nicht? Oft bleibt es allerdings nur bei dem Wunsch, denn schnell stellen sich Fragen wie „Was passiert dann mit meinem Job?“, „Wie finanziere ich die Auszeit?“ und „Wie geht’s weiter, wenn ich wiederkomme?“

Dank des Lebensarbeitszeitkontos meines Arbeitgebers der Techniker Krankenkasse  musste ich mir darum keine Gedanken machen: Mein Job hat auf mich gewartet und auch mein Gehalt bekam ich weiter, während ich durch die Welt reiste. Als Erstes stand ein Roadtrip durch den Westen der USA auf dem Zettel.

Obwohl ich bis zum Anfang des letzten Jahres nicht wusste, ob und wann ich das Lebensarbeitszeitkonto mal in Anspruch nehmen werde, habe ich jedes Jahr meine Resturlaubstage auf das Konto gestellt und hatte so bis Januar 2016 schon ein paar Wochen angespart.

Als meine Schwester, die vor ihrem Lehramtsreferendariat nochmal eine Pause machen wollte, mich dann fragte, ob ich nicht Lust hätte für vier Monate zusammen mit ihr zu reisen, ging plötzlich alles ganz schnell: Der Freistellungsantrag für September 2016 wurde einreicht und ich sparte ab sofort monatlich auch einen Teil meines Gehaltes ins Lebensarbeitszeitkonto ein, damit ich die vier Monate Freistellung auch rechtzeitig zusammengespart bekam.

Im September war es dann endlich soweit und unsere Reise begann. Auf dem Plan standen USA, Japan, Australien, Neuseeland und die Fjii-Inseln. Los ging es mit einem Roadtrip durch die USA.

roadtrip-usaDie Route für unseren Roadtrip durch die USA

Los Angeles – die Stadt der Stars und Sternchen

Da ich von meinem ersten Roadtrip durch Kalifornien 2014 so begeistert war, konnte ich meine Schwester dazu überreden, die ersten drei Wochen unserer Reise in den USA zu verbringen. Von Hamburg aus gings also über Oslo erstmal in die Stadt der Stars und Sternchen, nach LA. Und das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Unser Flug nach Oslo hatte nämlich eine Stunde Verspätung, sodass wir beinahe unseren Anschlussflug nach LA verpasst hätten.

Dort angekommen, habe ich wieder festgestellt, dass LA es wirklich keine schöne Stadt ist – und auch beim zweiten Besuch nicht schöner wird 😉 Das Wetter ist zwar wirklich schön und wir haben die Sonne auch genossen, die Stadt hat uns allerdings nicht überzeugt. Natürlich haben wir uns den Walk of Fame, den Santa Monica Pier, Venice Beach und Malibu angeschaut, aber darüber hinaus hatte LA für uns nicht wirklich viel zu bieten. Dennoch haben wir unsere ersten Tage dort genossen. Raus aus dem Alltag und rein in das Backpackerleben. Zum Start einer längeren Reise bietet sich LA definitiv an. Die Flüge von Deutschland nach LA sind vergleichsweise günstig und das gute Wetter sowie die Strandatmosphäre sorgen sofort für einen entspannten Reisestart. Ein Aufenthalt von zwei bis drei Tagen reicht in LA allerdings aus, um die Hauptattraktionen zu besichtigen und sich ein Bild von der Stadt zu machen.

palm-coveAuf der Strecke von LA nach San Diego liegt das süße Städchen Laguna Beach

Von LA über San Diego zum Grand Canyon

Von LA ging es für uns mit dem Mietwagen weiter nach San Diego. Einen kurzen Zwischenstop legten wir in Laguna Beach ein. Ein süßes, kleines Städtchen mit einem schönen Wanderweg direkt am Meer. Auch San Diego hat einiges zu bieten. Der Hafen und der Balboa Park sind dort definitiv einen Besuch wert. Außerdem haben wir in San Diego unser erstes Pancake-Frühstück bei Denny‘s genossen. Dort gibt es eine riesige Auswahl an Pancakes und amerikanischen Frühstücksvarianten zu verhältnismäßig günstigen Preisen.

san-diego-habourBlick auf das Stadtzentrum von San Diego vom Hafen aus

Nach einem Übernachtungsstop bei 40 Grad in Lake Havasu City, Arizona, haben wir dann drei Tage mit Wandern am Grand Canyon verbracht. Auch wenn ich 2014 schon mal dort war, hat der unendlich scheinende Grand Canyon mich auch beim zweiten Besuch wieder beeindruckt. Die Wanderrouten in und um den Grand Canyon sind sehr gut ausgeschildert. Es ist für jede Schwierigkeitsstufe etwas dabei. Und obwohl sehr viel Touristen dort sind, kann man die Natur und das damit verbundene Freiheitsgefühl dort wirklich genießen.

Grand Canyon.jpgDer malerisch schöne Grand Canyon

Las Vegas, Baby!

Nach einem kurzen Zwischenstop im wirklich empfehlenswerten Joshua Tree National Park, hieß unser nächstes Ziel Las Vegas. Und wie es sich gehört, haben wir dort gechillt, gefeiert, gezockt und geshoppt 😉 Plötzlich aus dem Erdboden geschossen erscheint die Stadt mitten in der Wüste und alles in Las Vegas wirkt irgendwie schrill, bunt und etwas übertrieben. Aber genau das macht auch den Reiz aus und für ein paar Tage lässt es sich gut dort aushalten. Mein Tipp: Einen Cocktail in der Mandarin Bar im 23. Stock mit atemberaubendem Blick über Las Vegas genießen! Mit Abstand der beste Cocktail, den ich je getrunken hab.

cholla-catus-garden-yosemite-national-parkCholla Cactus Garden im Joshua Tree National Park

Yosemite National Park und San Francisco

Mein Highlight unseres USA-Roadtrips war ohne Zweifel der Besuch des Yosemite National Parks und unsere dortige Wanderung zum May Lake. Obwohl meine Schwester und ich beide keine leidenschaftlichen Wandermäuse sind, waren wir uns nach dieser Wanderung bei ca. 30 Grad im Schatten einig, dass sich der Aufstieg zum May Lake definitiv gelohnt hat. Die Stille und das glasklare Wasser des Sees umgeben von Felsformationen waren unbeschreiblich schön.

may-lake-2
Der May Lake im Yosemite National Park

Danach fuhren wir für fünf Tage weiter nach San Francisco. Neben dem Besuch der Touristenattraktion Fishermans Wharf und dem süßen Retro- und Künstlerviertel Haight Ashbury, haben wir uns besonders über den Anblick der Golden Gate Bridge bei strahlendem Sonnenschein gefreut. Wer guten Kaffee mag, sollte dem  Stanza Coffeeshop in Haight Ashbury einen Besuch abstatten.

golden-gate-brigde
Meine Schwester und ich bei straheldem Sonnenschein vor der Golden Gate Bridge

Zurück nach LA entlang der Route 1

Von San Francisco aus ging es für uns über Santa Barbara wieder zurück nach LA, entlang der atemberaubend schönen Route 1. Sie gehört nicht umsonst zu den schönsten Strecken der Welt: Von malerischen Brücken und felsigen Küsten mit türkisblauem Wasser bis hin zu pinkfarbenen Sanddünen hat die Route 1 landschaftlich einiges zu bieten. Auch die an der Strecke liegenden Städte wie Carmel by the Sea oder Stanta Barbara sind sehr schön angelegt und laden zum Bummeln und verweilen am Strand ein. Unbedingt probieren sollte man eine der leckeren Acai Bowls im Backyard Bowl in Sanata Barbara.

mc-way-waterfalls
Entlang der Route 1 kamen wir auch an den Mcway Falls vorbei

route-1Felsküste entlang der Route 1

Zurück in LA haben wir uns an unserem letzten Tag in den USA nochmal am Venice Beach entspannt und den leckersten Cheesecake unseres Lebens in der Cheeesecake Factory verspeist, bevor es weiter nach Japan, Tokyo ging.

cheesecake                    Die leckersten Cheesecakes weit und breit: Lemon Merinque und Tiramisu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.