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If you are going to San Francisco – 10 Highlights

Cupid's Span

Cupid’s Span, San Francisco

San Francisco – was für ein lebendiger und vielseitiger Ort. 2013 erkundete ich ein wenig Kalifornien und am Ende stand für mich fest, was ich schon vorher geahnt hatte: San Francisco traf mich mitten ins Herz. Was für eine Stadt! Ich besuchte eine ehemalige Mitbewohnerin und gute Freundin aus meinem Jahr in Sydney, Monique, und wohnte eine Woche lang im Mission District. Heute teile ich meine San Francisco Highlights und Tipps mit Euch.

Lombard Street

Lombard Street

1. Lombard Street

Habt Ihr Euch schon einmal gefragt, wo wohl die kurvigste Straße der Welt ist? Die Lombard Street am Russian Hill ist es nicht, aber sie ist unglaublich schön, vor allem, wenn die Blumen gerade in voller Blüte stehen. Ich war im Juni dort.

Die Straße war nicht immer so kurvig, aber weil ihr starkes Gefälle früher für Autos zu steil war, ließen die Bewohner weitere Kurven anlegen. Heute ist die Lombard Street ein Touristenmagnet. Viele fahren mit dem Auto herunter, deshalb ist dort immer Stau,aber viel schöner ist es sowieso, einfach von oben nach unten zu laufen. Von oben hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Auch wenn Ihr unbedingt Fotos machen möchtet, lauft besser nicht auf der Straße, sondern auf dem Weg daneben. Die Autofahrer, hauptsächlich Touris, sind nicht sooo aufmerksam und fotografieren kann man ganz toll, wenn man unten am Ende der Straße steht. Dort habe ich auch mein Foto gemacht. Das beste Licht dafür gibt es am Morgen.

Eine noch kurvigere Straße gibt es auch in San Francisco. Es ist die Vermont Street, die habe ich mir aber nicht angeschaut.

Wie kommt Ihr hierher? Mit dem Cable Car auf der Powell-Hyde Linie.

Cable Car turnaround

Cable Car turnaround

2. Cable Cars

Was wäre ein Aufenthalt in San Francisco ohne Fahrt mit dem Cable Car? Von den ursprünglich acht Linien sind noch drei erhalten – die meisten Touristen starten am Powell St. Cable Car turnaround. Wenn Ihr nicht gleich am frühen Morgen dort seid, ist eigentlich immer eine lange Schlange und dann soll man auch noch sechs Dollar für eine Fahrt zahlen? Die sechs Dollar lohnen allemal und die Schlange könnt Ihr ganz easy vermeiden. Am turnaround werden nie alle Plätze belegt. Weil die Cable Cars eben nicht nur eine Touristenattraktion sind, sondern auch von vielen Menschen für den Weg zur Arbeit genutzt werden, bleiben am turnaround immer ein paar Plätze unbesetzt, ganz gleich wie lang die Schlange ist. Ihr braucht bloß den kurzen Weg bis zur nächsten Station zu laufen, was drei Minuten dauert und schon kann die Fahrt losgehen.

Cable Car

Cable Car

Die Powell Line verläuft von der Market Street bis zur Bay Street, von wo aus man die paar Meter zum Fisherman’s Wharf laufen kann. Entlang der Strecke liegen der Union Square, das Cable Car Museum und der Russian Hill.

Die California Line verkehrt zwischen Market Street und Van Ness Avenue und war angenehm leer. Financial District und China Town sind mit ihr gut zu erreichen.

Die schönste Linie, was die Aussicht angeht, ist die Powell Mason Line, die von der Market Street zur Bay Street fährt. Konzentriert Euch bei der ersten Fahrt auf die tollen Aussichten und legt die Kamera weg, wenn es Euch nicht zu schwer fällt.

Cable Car turnaround

Cable Car turnaround

Golden Gate Bridge

Golden Gate Bridge

3. Golden Gate Bridge

Die Golden Gate Bridge ist einfach unglaublich. Auf unzähligen Bildern hat man sie gesehen, in Filmen und Serien taucht sie auf, und wenn man sie dann das erste Mal im echten Leben sieht, ist es doch überraschend überwältigend.

Immer wieder präsentiert sie sich neu, je nach Perspektive und Licht. Die Brücke zu überqueren, ist ein Muss, aber – Achtung – es kann verdammt kalt werden, auch im Sommer. Das Wetter in San Francisco kann schnell umschlagen und wenn der berühmtberüchtigte Nebel aufzieht oder es windiger wird, fahrt Ihr mit der Zwiebeltaktik am besten. Ich bin zuerst mit einem der Hop on hop off Busse über die Brücke gefahren. Es war wunderbares Wetter, doch als wir uns der Brücke näherten, lag ein guter Teil von ihr im Nebel und kaum fuhren wir rauf, war es richtig kalt. Also, seid schlauer als ich!

crisis counseling, Golden Gate Bridge

crisis counseling, Golden Gate Bridge

Entlang des Fußweges sind in regelmäßigen Abständen Telefone zu finden, darunter dieses Schild.  Seit die Brücke 1937 eröffnet wurde, nahmen sich hier mehr als 1700 Menschen das Leben. Nachdem ich das Schild sah, war ich noch aufmerksamer unterwegs und es fällt schnell auf, dass die Brücke ständig patrouilliert wird. Beugt man sich beim Fotografieren zu nahe ans Geländer, ist fast schon jemand zur Stelle.

Tipp: Von der Stadtseite kommend sind die meisten Touristen auf der rechten Seite der Brücke. Geht auf die linke Seite. Dort hat man eine schöne Perspektive auf die Brücke und wenn Ihr nicht allzu lauffaul seid, nehmt den Weg, der dort runter zum Strand führt. Dort habt Ihr einen wunderschönen Blick. Ich war dort unten ganz allein bis ein Jogger vorbei lief, der mich dann ganz lieb fragte, ob er mich nicht mit der Brücke fotografieren soll. Weil die Brücke aber das viel perfektere Motiv ist, gibt’s den Anblick ohne mich:

Golden Gate Bridge

Golden Gate Bridge

with Monique, Bay Bridge

with Monique, Bay Bridge

4. Bay Bridge Lights

2013 sorgte der Künstler Leo Villareal zum 75-jährigen Jubiläum der Brücke mit einer Lichtinstallation für einen wunderschönen Anblick. Die 25.000 LEDs leuchteten zwei Jahre lang. Die Kosten wurden fast vollständig durch Spenden gedeckt. Die LEDs waren computergesteuert und so waren diverse Muster zu sehen. Ich hatte das Glück, im Juni 2013 in San Francisco zu sein, so dass ich die Installation sehen konnte. Gute Nachrichten: Zum Super Bowl 2016 soll die Brücke wieder leuchten und ab dann soll die Installation permanent sein.

Bay bridge lights

Bay bridge lights

Mission Dolores

Mission Dolores

5. Mission District: Tacos baby!

Der Mission District liegt im Süden der Stadt. Ich bin froh, dass meine Freundin Monique hier wohnt, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich diesen lebendigen, ursprünglichen Stadtteil sonst besucht hätte. Da ich jeden Tag hier startete und beendete, hatte ich die Gelegenheit, mir den Stadtteil, der um die alte Mission Dolores entstand, zu erlaufen. Die Mission Dolores ist das älteste Gebäude San Franciscos.

Mural, Mission District

Mural, Mission District

Im Mission District kann man Stunden damit verbringen, sich die vielen Murals, das sind Wandgemälde, anzuschauen. Einige Murals wurden von der Stadt bezahlt, andere entstanden spontan. Hier ein paar Eindrücke für Euch:

Mural an einer Kneipe mit echt guten Drinks

Mural an einer Kneipe mit echt guten Drinks

Murals, Women's building

Murals, Women’s building

Mural, Women's building

Mural, Women’s building

Noch ein paar Tipps: Geht unbedingt mal im La Taqueria Tacos essen. Die Wände dort sind geschmückt mit Wandbildern der mexikanischen Revoution, es ist urig, der Laden hat mitten in der Nacht noch geöffnet und die Tacos sind unfassbar gut.

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Das Dr. Teeth and the electric Mayhem hat Kneipencharakter, einen tollen Hinterhof, super Musik, ne tolle Happy Hour und dort habe ich den besten Burger meines Lebens gegessen.

Alcatraz

Alcatraz

6. Alcatraz

Ihr müsst! nach Alcatraz. Mich hat der Ausflug auf die Gefangeneninsel sehr beeindruckt. Ich bin normalerweise kein großer Fan von Audioguides. In diesem Fall ist das anders, Die Stimmen ehemaliger Inhaftierter und Wärter führen durch das Gefängnis und man erfährt viel interessantes. Am besten bucht Ihr Euer Ticket schon von zuhause aus, sonst kann es knapp werden, weil fast immer die kommenden zwei, drei Tage ausverkauft sind. Da es in der Bucht von San Francisco sehr windig ist, kann es auf der Überfahrt auf dem Boot sehr kalt werden. Selbst wenn Euch an Land die Sonne brät – lasst Euch nicht täuschen und nehmt eine Jacke mit. Ihr werdet sie brauchen.

Alcatraz

Alcatraz

Alcatraz,Zelle

Alcatraz,Zelle

Alcatraz, Blick auf die Stadt

Alcatraz, Blick auf die Stadt

Es muss so furchtbar deprimierend gewesen sein. Die Stadt zum Greifen nahe – hier seht Ihr ein „Fenster“ im Zellenblock D. Hier saßen in Einzelhaft und fast ausschließlich ohne den Blick, die besonders schweren Fälle, darunter auch der berühmt-berüchtigte Al Capone, wenn sie eine der vielen Regeln der Haftanstalt gebrochen hatten. Der Wind trug die Geräusche der Stadt herüber, das Meer, das wie nichts anderes ein Symbol für Freiheit ist, vor der Nase…

Auf der Insel gibt es übrigens eine unglaubliche Vielfalt an Pflanzen und es nisten hier Vögel. Habt Ihr schon einmal ein Seemöwen Küken gesehen? Nein? Hier kommt es.

Alcatraz, Möwen

Alcatraz, Möwen

Fisherman's Wharf

Fisherman’s Wharf

7. Fisherman’s Wharf / Pier 39

Fisherman’s Wharf. Einer der Touri Hotspots der City. Was es hier gibt?  Menschen. Viele, viele Menschen. Clam Chowder (muss man mögen), die Seelöwen am Pier 39, die USS Pampaninto (ein U-Boot aus dem zweiten Weltkrieg), das Aquarium of the bay und einiges mehr. Von hier aus kann man auch nach Sausalito oder Tiburon fahren oder eine Bootstour durch die Bucht und unter der Golden Gate Bridge hindurch machen.

USS Pampanito

USS Pampanito

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Bubba Gump

Bubba Gump

Pier 39

Pier 39

Painted Ladies

Paintes Ladies

8. Painted Ladies

Im Alamo Square Park kann man einfach mal ausruhen und den Blick auf die viktorianische Häuserreihe, die Painted Ladies, und die Stadt dahinter werfen.

California Academy of Sciences

California Academy of Sciences

9. Die Museen

So viel Auswahl, wie entscheidet man sich? Ich habe mich fürs Entdecken und die Wissenschaft zum Anfassen entschieden und damit für die California Academy of Sciences (Calacademy) und das Exploratorium.

In der Calacademy könnt Ihr unter anderem erleben, wie sich ein starkes Erdbeben im Innern eines Hauses anfühlt, tolle Shows im Planetarium anschauen, durch den Regenwald streifen, ins Aquarium gehen und vieles mehr. Und das alles unter einem lebenden Dach.

Das lebende Dach

Das lebende Dach

Das Exploratorium, das Ihr vom Fisherman’s Wharf zu Fuß erreicht, macht Wissenschaft greifbar und verständlich. Hier kann man seinen eigenen Animationsfilm erstellen und gleich auf YouTube posten, das Stockdunkel des Tactile Dome erleben, einiges über unsere Wahrnehmung lernen. Für mich sind solche Museen coole Spielwiesen. So wie ich mir geschichtliche Infos am besten merke, wenn ich mich am Schauplatz befinde, so werden mir Naturwissenschaften annähernd verständlich, wenn ich sie erleben und nachvollziehen kann. Beide Museen lege ich Euch ans Herz.

Napa Valley

Napa Valley

10. Tagesausflug ins Napa Valley

Meine Freundin Monique konnte ich während meines Besuchs meist nur zum Frühstück und zum Dinner sehen, aber das Wochenende war frei. Mit 12 Freunden haben wir uns einen Bus mit Fahrer gemietet, vorher den Supermarkt halb leer geshoppt und sind ins Napa Valley gefahren. Es war ein richtig cooler Tag.

 

unser Partybus

unser Partybus

Wir haben drei völlig unterschiedliche Weingüter besucht, eine Menge leckerer Weine probiert, auf der Wiese vor einem der Güter gepicknickt, was so ziemlich das beste Picknick meines Lebens war. Wer amerikanische Supermärkte kennt, weiß um die tolle Auswahl an Lebensmitteln. Jeder von uns hatte etwas anderes gekauft, es war ein riesiges Gelage. Eine gute Grundlage für die Kneipentour durch San Francisco, mit der mein letzter Abend ausklang, Ziemlich angeschossen schleppten Monique und ich uns noch in die geniale Tacqueria im Mission District, dann endete der Abend. Am nächsten Morgen wollte ich früh nach L.A. weiter. Als ich aufwachte, war Monique futsch. Das verrückte Huhn war doch noch einmal losgezogen (um 4 Uhr morgens) und so fand unser Abschied am Telefon statt. Letztes Jahr haben wir uns in Berlin wieder gesehen. San Francisco wäre ohne Monique nicht so perfekt gewesen.

Herr van der Heyden schenkt uns reinen Wein ein

Herr van der Heyden schenkt uns reinen Wein ein

Cheers!

Cheers!

Last but not least noch ein paar Eindrücke von San Francisco für Euch. Wart Ihr auch schon einmal dort? Was waren Eure Erfahrungen? Welche Tipps habt Ihr?

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