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5 Tipps: Burger in der Schanze

Classic Burger, Burger Lab

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ein richtig guter Burger macht mir gute Laune. Den allerallerbesten Burger ever hatte ich im Mission District in San Francisco im Dr. Teeth and the electric Mayhem, aber das ist eine andere Geschichte. Heute gibt’s für die Nicht Hamburger unter Euch fünf Tipps für (Ham)Burger in Hamburg. Ich beschränke mich dabei auf das Schanzenviertel und von dort fußläufig erreichbare Läden. Los geht’s.

In den Hatari Pfälzer Stuben gibt es eine ordentliche Auswahl an leckeren Gerichten, darunter ein paar feine Burger. Um es gleich v0rweg zu nehmen: Die Patties sind TK-Ware, schmecken aber ordentlich und wenn man darüber hinwegsehen kann, kann man es sich schmecken lassen. Meine beiden Favoriten sind der Hatari Burger, den Ihr auch auf dem Bild seht und der Marrakesch Burger mit roten Zwiebeln, hausgemachtem Humus und Minzöl im Focaccia Brötchen. Wie Ihr sehen könnt, kann man auch den Hatari Burger in der Focaccia Variante bekommen. Der Salat ist immer schön frisch. Der Service im Hatari wird häufig kritisiert, aber wenn man bedenkt, dass der Laden immer voll ist, finde ich ihn völlig in Ordnung. Die Atmosphäre im Hatari ist sehr entspannt. Was gibt es hier außer Burgern? Es ist eine Pfälzer Stube – von Saumagen über Flammkuchen, Rinderbraten und Seitan Geschnetzeltes gibt es eine ordentliche Bandbreite. Ich gehe sehr immer sehr gern ins Hatari, auch wenn ab und zu das Burger Brötchen etwas trocken gerät. Im Sommer kann man draußen sitzen und sich die Burger beim People watching schmecken lassen.

 

Hatari Burger

Hatari Burger

Das Hatari liegt in der Schanzenstr. 2-4 und ist täglich ab 12 Uhr geöffnet. Von 12 bis 15 Uhr gibt es wechselnde Mittagsgerichte zum fairen Preis. Kleiner Tipp: Wer abends hingeht, sollte vorher reservieren. (Weitere Filialen gibt es im Eidelstedter Weg in Eimsbüttel und in der Eulenstraße in Ottensen, die habe ich aber noch nicht besucht.)

Mein zweiter Tipp ist das Burger Lab an der Max-Brauer-Allee. Hier weiß man noch, wo das Rind auf der Wiese stand (Schleswig-Holstein), Dips und Saucen sind hausgemacht und die Atmosphäre ist tiefenentspannt. Fünf Burger auf Brioche Brötchen sind fest im Programm, daneben werden wechselnde Specials angeboten, die sich sehen lassen können. Burger LabBurger Lab

Auf dem Bild seht Ihr den Classic Burger mit extra Patty aus Schleswig Holstein Rind, Burger-Lab-Sauce, Cheddar, Eisbergsalat, Tomate, Spreewaldgurke und süß-sauer eingelegten Zwiebeln. Klasse sind auch die sweet potato fries, ich bin da aber auch voreingenommen, weil ich Süßkartoffeln einfach liebe.

Classic Burger, Burger Lab

Fries, Burger Lab

Fries, Burger Lab

Was fehlt? Dass man Bestellungen am Platz aufgeben kann, aber das ist jammern auf hohem Niveau. Bestellt und bezahlt wird an der Kasse, den Service gibt’s dann am Tisch. In Sachen Freundlichkeit ist hier allerdings noch Luft nach oben.

Im Gloria in der Bellealiancestraße ist mein Favorit der Walhalla Burger. Ich mag scharf sehr gerne und finde den leicht scharfen Burger daher am besten, wenn man ihn mit Tabasco aufpeppt; das passt hervorragend dazu.

Burger Gloria

Burger Gloria

Der Gorilla Grill im Eppendorfer Weg hat eine kleine, aber feine Karte mit nur drei Burgern, die alle drei aber der Hammer sind. Am besten schmeckt mir der California Burger mit Holsteiner Rinderhack, haus gemachtem Bacon, Paprika, Guacamole, Salat und Gorillaketchup. Mit 13,90 ist der Burger etwas teurer als woanders, aber der Gorilla Grill ist auch ein bisschen schicker und spätestens, wenn Ihr die Patties seht, wird Euch das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die beiden anderen Burger sind übrigens ein Pulled Pork Burger und ein Büffelmozzarella Burger.

Wer mal keine Lust auf Burger hat, findet hier Köstlichkeiten wie geschmorte Spare Ribs, Surf and Turf oder Pulpo mit Lecciono-Oliven, Amalfi-Zitronen, geschmortem Gemüse und Knoblauch-Crostini. Sehr frisch und lecker ist auch der Tabouleh Salat. Mit Apple Crumble oder dem Cheesecake New York Deli ist man dann endgültig im Schlemmerhimmel.

Weil ich vor lauter Schlemmerei vergessen habe, die Burger zu fotografieren, gibt’s ersatzweise ein Bild von mir mit Geburtstagssekt.

IMG-20150726-WA0000

Hans im Glück ist in Hamburg in der Lange Reihe und am Schlump vertreten. Wann auch immer ich hier mit dem Roller vorbei düse, steht eine Schlange vor der Tür und der Laden ist rappelvoll. Da muss man natürlich mal schauen, ob die Burger so gut sind, dass das Schlangestehen lohnt.

DSC02523

Erster Minuspunkt: Trotz Reservierung warte ich fast eine Viertelstunde, das Personal ist genervt und sichtlich abgehetzt. Meine Freundin Julia wurde im Büro aufgehalten und so bestelle ich schon ein Getränk. Während der Wartezeit kommt sie und als die Kellnerin mein Getränk auf den Tisch knallt, macht sie auf dem Absatz kehrt und hetzt weiter, statt zu fragen, ob auch Julia etwas trinken möchte.

Die Speisekarte bietet eine riesige Auswahl an Burgern. Für 7,90 Euro Aufpreis gibt es jeden Burger als Menü – wahlweise mit Salat oder Pommes und einem Cocktail oder einem der vielen verschiedenen Mojitos. Das probieren wir natürlich gleich aus. Burger gibt es generell nur durchgebraten – ich stehe ja auf Medium, ein weiterer Punktabzug.

Positiv: Auch Vegetarier kommen hier auf ihre Kosten – es gibt sieben vegetarische Burger und für die Puristen gibt es Burger ohne Brötchen, also Frikadellen 😉

Die Burger kommen sehr schnell und sind lecker. Ich entscheide mich für „Käse und Speck“, einen klassischen Burger mit Bacon auf einem Sauerteigbrötchen, Julia versucht es mit dem „Birkenwald“ mit Champignons und Frischkäse. Die Burger sind wirklich lecker und der Mojito ordentlich.

Mehrere Saucen stehen kostenlos zur Verfügung, die interessanteren kosten 1,70 Aufpreis. Weil es keinen Tabasco gibt – für mich definitiv ein weiterer Punktabzug – peppe ich meinen Burger mit der roten Pfeffersauce auf – die ist lecker.

Lecker ist auch der Hans im Glück Burger mit Parmaschinken, italienischem Hartkäse, Rauke und Balsamico. Ich hab ihn zwar selbst nicht probiert, verlasse mich aber hier auf den guten Geschmack meiner Kollegin Jacqueline.

Der Laden ist für Hamburger Verhältnisse stylish. Es ist sehr laut, weil man versucht, den Geräuschpegel der Gäste durch Musik zu übertönen und so ist es anstrengend, wenn man sich unterhalten möchte.

 

DSC02531Mein Fazit: Schlechter Service, gute Burger, etwas überbewertet. Unbedingt reservieren.

Wo esst Ihr in der Schanze und drumherum am liebsten Burger? Ich mag auch noch die Burger im Hate Harry und im Deli der Bullerei.

 

2 Kommentare

  1. Tüxi sagt

    Toller Artikel 🙂
    Drei Punkte hab ich noch zu ergänzen: Burger Lab bekommt von mir einen Punktabzug für den hohen Preis in Relation zum Thema „Bestellen und zahlen am Tresen“.
    Hataris Service: dass der Laden voll ist, weiß man, und könnte entsprechend mehr Personal einsetzen.
    Gorilla Grill: Mein Top Favorit!!! Allerdings immer schön Bargeld mitnehmen, leider keine Kartenzahlung 🙁

    • Danke, Tüxi. Ich fand den Preis im Burger Lab noch o.k., das Hatari könnte in der Tat ein wenig mehr Personal einplanen – allerdings kein Vergleich zum abgehetzten, gestressten Personal bei Hans im Glück…

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